Mittwoch, 1. Juni 2011

Kuba Backpacking Fazit / 10 Ideen Guide / Whatever

So! ich kann nicht einschätzen, wie der Trip jetzt insgesamt auf euch gewirkt hat, weil ich recht viel negatives geschrieben habe. So soll das nicht, ich würd jederzeit wieder nach Kuba fliegen, das Land ist großartig. Wir haben jetzt halt nur unsere Backpacking-Erstbesteigung gemacht und da ist's normal, dass nicht alles 100% rund läuft. Ich bin jetzt schlauer als vorher. Für Backpacking auf Kuba empfehle ich meine soeben erdachten 10 Ideen:

- Lern Spanisch! Zumindest einfache Gespräche muss man beherrschen, sonst kann man alles außer All-In-Puffs knicken, weil wirklich nahezu niemand englisch kann. Ich wollte das nicht glauben, ist aber so ;)

- Bring Bargeld! Soviel € wie man verkraftet in bar mitnehmen und dort tauschen, das gibt 1,4 cuc pro €. Wenn man hingegen mit der Kreditkarte abhebt tauscht man quasi Dollar zu Euro was momentan 1€ zu 1,3 cuc bedeutet. Außerdem gibt es nahezu keine ATMs und die Banken haben nur sehr selten ne Verbindung zum Visa-Server (wir haben einen in Havana und einen in Varadero gefunden)

- Tausch auch Moneda nacional! Es gibt auf Kuba zwei Währungen Cuc (vor allem für reiche Kubaner und Touristen, an den Dollar gebunden mitsamt 20% Strafgebühr beim Umtausch) und Moneda nacional (das "normale" Geld mit dem Kubaner untereinander handeln) Also nicht nur Cuc tauschen, sondern auch immer ne Stange Quatschgeld dabei haben, damit kann man sehr, sehr viel günstiger Einkaufen, weil niemand damit rechnet, dass nen Gringo mit normalen Geld bezahlt und man besser vor Betrügereien geschützt ist.

- Rechne nach! In kleiner Supermärkten, die mit Taschenrechnern arbeiten, rechnen die Menschen gerne mal falsch. Aber so richtig, wenn man die ersten Tage blauäugig und voller Urlaubsfreude unterwegs ist, kann das schon ins Geld gehen.

- Erwarte keine Backpacker! Am besten schon als Gruppe starten oder so, Backpacker für witziges Betrinken und gemeinsames rumziehen sind absolute Fehlanzeige.

- Wohn in Casas Particulares! Das ist sehr günstig, die Vermieter sind nett und alle in denen wir gewohnt haben, hatten Aircon und eigenes Bad. Ist nur schwer ran zu kommen, bennys Hostel hatte als absolute Ausnahme die Möglichkeit Online zu buchen. Das lohnt aber auch nur von daheim, weil es -->

- Erwarte kein Internet! Es gibt auf Kuba nahezu nirgendwo internet, der Lonely Planet zeigt zwar in jeder Stadt Spots an, aber wirklich zuverlässig ist das nicht. Die einz sichere Methode dürften die richtig großen Hotels sein...

- Sei nett aber kritisch! Ich hab noch nie so gerissene Touts (Betrüger) erlebt, wie auf Kuba. Die Jungs und Mädels machen ihre Sache echt gut, aber schlussendlich folgt meist die böse Hookline ;) nicht mitgehen, keine Zigarren kaufen etc.

- Frag nie nach Bacardi! Die Kubaner hassen (völlig zu recht) bacardi, auch wenn es urspünglich mal eine Kubanische Marke war, die sich jedoch nicht verstaatlichen lassen wollte (noch nachvollziehbar), dann abgewandert ist und schließlich mehrere Anschläge und Attentate auf Fidel, Bohrinseln etc. verübt hat. (nicht nett)

- Trink Havana Club! Muss nicht weiter erklärt werden.

Jetzt wird's cheesy, muss aber auch mal sein. Wenn man diese Ideen im Kopf hat wird aus:
Vorher...

 Das hier!

... nacher

22.5. bis Ende im Los Delfines All-Inclusive-Bunker Los Delfines, Inder, Briten Polen und Rassismus

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich noch als Erwachsener All-Inclusive-Urlaub gemacht habe. Ich weiß jetzt auch warum... Für drei tage was das echt witzig, Sozialstudie und Seele baumeln lassen in einem, aber bitte wie machen Leute das zwei Wochen? Da wird man doch blöd. Aber ich greife (wie immer) vor.
Das Hotel ist echt schön und durch den günstigen preis auch voll mit kubanischen Familien, die witzigsten
anderen Gäste, die wir kennengelernt haben sind auf jeden Fall Peter und Omar.
Wirklich durch Zufall sieht man Polen-Peters zarte Gestalt links neben der Mülltonne.
Peter ist Pole und ein Monster von einem Mann, also wirklich, ich würde ihn auf steroid gestählte 130-140kg schätzen. Und er ist laut, unglaublich laut. Wir haben ihn am ersten Tag nur beäugt und sind am zweiten Tag (an dem wir von morgens bis abends durch getrunken haben, um das all-in zu rechtfertigen) auch näher kennengelernt. Er lebt in Kanada, deshalb ist sein English (bis auf die Lautstärke und den Akzent) auch verständlich, seine Frau spricht selten. Seine Mutter ist Deutsche, aber er kann keine drei Worte Deutsch, hat er laut eigener Aussage vergessen... Kommt vor. Achja er trägt einen wunderschönen polnischen Nationaladler als Tattoo über dem herzen, nais! not! Der Smalltalk war ok, bis Omar dazu kam, der Gute hat indische Eltern, ist aber in London geboren. Da er Reportagen (auch jetzt über Kuba) auf Hindi produziert und auch sonst viel Hindi spricht, hat er auch den großartigen Rajesh-Akzent... Deshalb kam es zu dieser Debatte:

Polenpeter: "Where you from, You Italy?"
Omar: "No, I'm British"

Polenpeter: "No!"
Omar: "Yes."
Polenpeter: "No, you don't look british"
Omar: "My Parents are from India"
Polenpeter: *grunzt* dreht sich weg
Omar: *sprachlos*

Das hat mir zu denken gegeben, als Peter dann Abends zu mir ankam und meinte er würde mich mögen fand ich das erst ja ganz nett. Bis er mir dann seine Gründe darlegte: "Because you are white. I hate dem Niggas and Indian and whatever." Das wars dann mit unserer freundschaftlichen Beziehung.

Kurz darauf haben wir uns lange mit Omar unterhalten, weil wir ihn zufälligerweise schon aus Havana kannten, spaßiger Typ. Ich hab dann auch erwähnt, dass der Pole spinnt, er teilte die Meinung. kam jedoch später recht betrunken von einer Meer-Rumtrinkerei mit Kubanern (diesen großen Sport hatte ich erwähnt) zurück und ist an Peter geraten. Götterbilder! Polnischer Rassist, 2m, 140kg gegen betrunkenen, aber sehr stolzen und vor allem netten Inder. Es kam komischerweise nicht zum Äußersten, weil Polenjoe irgendwann fluchend gegangen ist,. Tapferer Brite!
hmm, freibier


Tjoa, was soll man sonst zu am Strand liegen und Mojito trinken sagen? war schön gewesen!

21. Varadero Check in All-In-Schuppen Los Delfines

Um 12 mussten wir bei Benny raus, konnten aber unseren Kram stehen lassen, im Los Delfines kann man nämlich erst um 16:00 einchecken. Also den Tag am Strand verbracht
Kite-Surfen, hätten wir gern gelernt, wollte uns aber keiner beibringen
und dann zu Fuß zum neuen Hotel, die Kubaner verstehen leider nicht, dass man Rucksäcke zum tragen hat und die Taxis sind unglaublich nervig, wenn man versucht Strecken zu Fuß zu überwinden, weil jedes hupt, dann neben einen fährt und der Fahrer fragt, ob man nen Taxi braucht. Mein erstes mal All-In, witzig, so mit Bändchen und 24h Bar und so. Der Laden ist wohl die günstigste All-Inclusive-Möglichkeit in ganz Varadero und deshalb tummeln sich hier auch recht viele Kubaner und anderes schräger Schnäppchenvolk, aber bunt gemischt, Italiener, Engländern, Holländern, Amerikaner etc. Die Zimmer sidn in Ordnung, sauber, aber nicht perfekt,


aber wir zahlen pro nacht auch nur 100cuc (mal sehen wie der Umrechnungskurs so wird, wir wissen ja nicht wie genau dass bei Kreditkartenabhebungen jetzt tatsächlich ist) im schlimmsten Fall sind das 40€ pro Person pro nacht, im besten 30€. Das ist Ok, weil hier wirklich alles umsonst ist, das Essen ist auch völlig genießbar und die 24h bar macht ihren Job. Das abendliche Unterhaltungsprogramm muss man mitmachen, ob man will oder nicht, weil die band einfach so laut ist, dass man auch bei geschlossenen Fenstern das Gefühl hat, die Truppe stünde mitten im eigenen Zimmer.

kann man machen...

geht auch klar ;)

joa... ausm fenster fotografiert ;)

20.5. Varadero

Los Delfines

Sama Same, außer dass wir bemerkt haben, dass in unserem vorherigen Zimmer nen witziges Norwegisches Backpackerpärchen wohnt, kurz gequatscht, haben die dann aber nicht mehr gesehen. Haben den halben Tag damit verbracht unsere nächste Unterkunft zu finden, wollten mal All-Inclusive probieren, hab ich Zeit meines Erwachsenenlebens noch nicht gemacht. Im Planet waren zwei Möglichkeiten und obwohl der von 2009 ist, war das erste statt 88cuc bei 100 und das zweit statt 88 sogar bei 140, deshalb haben wir uns dann für das „Los Delfines“ entschieden.

was man hier nicht sieht: hinter dem auto sitzt nen armer kleiner bauarbeiter...

Propaganda! Die Cuban five auf den Bildern sind in US-Haft

Burg0r! Cheap, cheap

19.5. Varadero bei Bennys

Sind wieder bei Bennys untergekommen, diesmal im Erdgeschoss und eigentlich sogar noch schöner als im Zimmer oben, wo wir vorher waren, mit Küche und so. Hie machen wir eigentlich nur Strand, Rum und Rumhänggedöns, Urlaub also. 
Coconut direkt vom Baum...
ohne worte....

beste Piña Colada von Kuba...

das gute BECK bier

schnaps!

das eigentlich eher asien...

... und wieder geheime Botschaften...

18.5 Weg aus Viñales zurück nach Varadero

Oscar ist der beste Cubaner wo gibt, als wir gefragt haben, was das Kletterequipment denn nu kostet, meinte er dass wir ihm das geben sollen, was wir gerne möchten. Keine Spur von Abzug, das schön, auch alle anderen Preise waren so wie vereinbart, so geht’s also auch. Die Buszentrale war natürlich nicht in der Lage zu telefonieren und konnte uns deshalb nur nen Trip nach Habana klarmachen und uns vertrösten, dass wir dann da die Weiterfahrt nach Varadero (von wo aus wir wieder heim fliegen wollen) kaufen müssten. Hat witziger weise 1a geklappt und wir mussten nicht mal sonderlich lange warten. Die Ankunft war dann so, wie man sich Backpacking vorstellt: Nass und anstrengend. Wir hatten uns ein Budget-Hotel ausgesucht, was laut Planet für den Preis einer casa Particular in Ordnung sein sollte. Haben uns dann vollbepackt aufgemacht und natürlich mussten sich in dem Moment sämtliche karibischen Wolken über uns entleeren, 
Nass!
dafür hat man ja schließlich die alten Regenüberzüge, das Hotel war nicht zu finden, ein Typ in der Nähe meinte es wäre geschlossen. Ja klar, die Betrügerei steht sogar im Planet, du Nase! Behaupten das Hotel wäre zu, abgebrannt, alle Menschen tot oder was auch immer uns dann zu nem anderen führen und Provision einsacken. Nicht mit uns! Ha! Sind noch zweimal um den Block getingelt, der Regen wurde weniger, aber war trotzdem eher so mittelschön, um dann schlussendlich definitiv zu erfahren, dass das Hotel tatsächlich zu ist. Kann ja kein Mensch ahnen. Das casa particualr, was wir dann in der Not nehmen mussten, war schon witzig, weil wir bei einer sehr alten frau einfach mit in der Wohnung untergekommen sind. Wir mussten durch ihr Wohnzimmer, um in unser Zimmer zu kommen, das hatte ich auch noch nicht. Zimmer war stickig und hat komisch gerochen, war aber sauber und hatte Aircon, für eine Nacht ok.
Und wieder nen Fernseher - mit zwei Programmen ;)
Da rechts das blaue isses.

Sind an dem tag dann schnell noch zu Benny, dem Casa, in dem wir die ersten Tage gewohnt haben – da war keiner, außer nem Kanadier, der war ganz nett und seine Anwesenheit war auch unser Glück, weil er meint,e dass er jetzt zwei tage in Havana sei. Mutti meinte nämlich sie hätte kein Zimmer, schnell den Kanadier geholt und zack, hatten wir nen Zimmer für zwei Nächte. 

Sonntag, 29. Mai 2011

17.5. Nochmal klettern in Viñales

Bin nicht zum Schreiben gekommen irgendwie, schreibe das jetzt alles rückwirkend aus Varadero, zwei Tage bevor es wieder heimwärts geht. Waren heute (also wsch. am 17. Aber definitiv am Tag nach dem letzten Eintrag) nochmal klettern, war wieder genauso großartig wie am Tag davor, eigentlich noch besser, weil ich wusste wie der Spaß funktioniert und auch der ersten Berg komplett gemeistert hab. 
klettern in Viñales
Blöd gucken, kann ich

frischer Ananassaft kann was...


Haben uns dann noch an nem schweren Abschnitt versucht, war abenteuerlich aber echt spaßig, auf dem Rückweg noch schnell bei Raul nen Ananasgetränk genossen und wieder zurück zu Oscar, auf dem Weg haben wir nen deutsches Pärchen getroffen, bisschen geschnackt, deren traurige Gesichter bewundert, als wir erzählt haben, was wir für unseren Super last Minute Flug bezahlt haben etc. dann das Übliche, Rum und Zigarren sowie abschließend noch Fisch aus Oscars Superofen, Sahne!